Wednesday, December 7, 2011

[Rezension] Teufelswerk


Sibylle wollte schreien, doch Angst lähmte ihre Stimme. Bei Gott, ein Dämon aus der Unterwelt, ein Bote Luzifers, des gefallenen Erzengels. Sie sah die großen Augen, den behaarten Leib, die gebleckten Zähne des Höllendieners. Sie roch den schauderhaften Gestank, der von ihm ausging. Vor allem aber spürte sie seine unerträgliche Nähe.

Inhalt
Sommer 1349, in der Herrschaft Merode: Der Dorfherr Mathäus hat schon so genug mit den Streitigkeiten der Bauern oder der beiden Herren von Merode zu tun, doch dann kommt es sogar noch zu einem Mord! Die junge Anna, Tochter des Wolfbauern, wird misshandelt  und tot im Wald aufgefunden. Ein fremder Tuchhändler wird kurz darauf festgenommen, aber Mathäus ist sich bei seiner Schuld noch unsicher. Zusammen mit seinem Freund Hein stürzt er sich in Ermittlungen. Doch da geschieht das Unfassbare: Ein zweiter Mord. Ein Teufelswerk?

Meinung
Ich war mir unsicher, ob dieser historische Krimi mich überzeugen würde. Ermittlungen ohne das Sichern von Fingerabdrücken, DNA-Tests oder Lügendetektoren – ist das nicht total langweilig?
Glücklicherweise kann ich diese Frage verneinen. Zwar zogen sich die Ermittlungen ohne moderne Techniken in die Länge, sie waren aber trotzdem spannend mitzuverfolgen. Zudem ist Mathäus einer der „Modernen“, wenn es um Ermittlungen sieht. Erschreckend war es, dass die meisten Bewohner sofort den Tod des fremden Tuchhändlers wollten, obwohl noch keine richtigen Beweise da waren. Er würde schon gestehen – unter Folter. Mathäus scheint sofort wie ein weiter aufgeklärter und humanistischer Mensch. Er ist strikt gegen Folter und sucht handfeste Beweise. Er schafft es sogar, Fußabdrücke über mehrere Tage zu erhalten, und das ohne Gips oder andere Gießmittel!
 Was mir sehr an diesem Krimi gefällt, ist, dass es im Laufe des Buches mehrere verstreute Hinweise gibt, die erst am Ende ein komplettes Bild ergeben. Außerdem behält Mathäus so manche Ideen für sich, sodass es immer wieder zu Überraschungen für den Leser kommt, etwas, was die Spannung erhält.
Leider kann die Spannung nicht das ganze Buch über erhalten werden, vor allem nicht den ersten Teil über. Die Verzweiflung Mathäus‘ und eine Deadline, gesetzt vom Burgvogt, der liebend gern seine schrecklichen Daumenschrauben auspacken möchte, sind wahrscheinlich dafür gedacht, Spannung aufzubauen. Leider ist vom Gegenteil der Fall. Die Ermittlungen ziehen sich in die Länge und Mathäus kommt kaum weiter. Ehrlich gesagt konnte ich erst beim zweiten Mord, welcher erst nach der Mitte des ganzen Buches kommt, „aufatmen“, da es endlich wieder spannender wurde. Ab da an kam ich auch schneller mit dem Buch voran und genoss wirklich – endlich – das Lesen.
Insgesamt ist „Teufelswerk“ ein guter historischer Krimi – leider jedoch mit ein paar Schwächen.
Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
 

Zum Autor
Günter Krieger ist 1965 in Langerwehe geboren und immer noch dort wohnhaft. Er ist der Verfasser von zahlreichen historischen Romanen und Krimis. „Teufelswerk“ ist Teil einer Trilogie um den Meroder Dorherrn Mathäus Dreyling.

Allgemeine Informationen
Seitenzahl: 263
Verlag: Dryas Verlag
Bestellen kannst du hier: http://www.dryas.de/merode.php



Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
http://www.bloggdeinbuch.de/
http://www.dryas.de/

2 comments:

  1. hübscher blog :)

    gegenseitiges followen?

    xoxo, laura.

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  2. Sag mal.... Ich hab das nicht so ganz kapiert, wie funktioniert diese Seite, bloggdeinbuch? :D

    Und magst du mir zufällig auch folgen? ;)

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