Sibylle wollte schreien, doch Angst
lähmte ihre Stimme. Bei Gott, ein Dämon aus der Unterwelt, ein Bote Luzifers,
des gefallenen Erzengels. Sie sah die großen Augen, den behaarten Leib, die
gebleckten Zähne des Höllendieners. Sie roch den schauderhaften Gestank, der
von ihm ausging. Vor allem aber spürte sie seine unerträgliche Nähe.
Inhalt
Sommer 1349, in der Herrschaft Merode: Der Dorfherr
Mathäus hat schon so genug mit den Streitigkeiten der Bauern oder der beiden
Herren von Merode zu tun, doch dann kommt es sogar noch zu einem Mord! Die
junge Anna, Tochter des Wolfbauern, wird misshandelt und tot im Wald aufgefunden. Ein fremder
Tuchhändler wird kurz darauf festgenommen, aber Mathäus ist sich bei seiner
Schuld noch unsicher. Zusammen mit seinem Freund Hein stürzt er sich in
Ermittlungen. Doch da geschieht das Unfassbare: Ein zweiter Mord. Ein
Teufelswerk?
Meinung
Ich war mir unsicher, ob dieser historische Krimi mich
überzeugen würde. Ermittlungen ohne das Sichern von Fingerabdrücken, DNA-Tests
oder Lügendetektoren – ist das nicht total langweilig?
Glücklicherweise kann ich diese Frage verneinen. Zwar
zogen sich die Ermittlungen ohne moderne Techniken in die Länge, sie waren aber
trotzdem spannend mitzuverfolgen. Zudem ist Mathäus einer der „Modernen“, wenn
es um Ermittlungen sieht. Erschreckend war es, dass die meisten Bewohner sofort
den Tod des fremden Tuchhändlers wollten, obwohl noch keine richtigen Beweise
da waren. Er würde schon gestehen – unter Folter. Mathäus scheint sofort wie
ein weiter aufgeklärter und humanistischer Mensch. Er ist strikt gegen Folter
und sucht handfeste Beweise. Er schafft es sogar, Fußabdrücke über mehrere Tage
zu erhalten, und das ohne Gips oder andere Gießmittel!
Was mir sehr an
diesem Krimi gefällt, ist, dass es im Laufe des Buches mehrere verstreute
Hinweise gibt, die erst am Ende ein komplettes Bild ergeben. Außerdem behält
Mathäus so manche Ideen für sich, sodass es immer wieder zu Überraschungen für
den Leser kommt, etwas, was die Spannung erhält.
Leider kann die Spannung nicht das ganze Buch über
erhalten werden, vor allem nicht den ersten Teil über. Die Verzweiflung Mathäus‘
und eine Deadline, gesetzt vom Burgvogt, der liebend gern seine schrecklichen
Daumenschrauben auspacken möchte, sind wahrscheinlich dafür gedacht, Spannung
aufzubauen. Leider ist vom Gegenteil der Fall. Die Ermittlungen ziehen sich in
die Länge und Mathäus kommt kaum weiter. Ehrlich gesagt konnte ich erst beim
zweiten Mord, welcher erst nach der Mitte des ganzen Buches kommt, „aufatmen“,
da es endlich wieder spannender wurde. Ab da an kam ich auch schneller mit dem
Buch voran und genoss wirklich – endlich – das Lesen.
Insgesamt ist „Teufelswerk“ ein guter historischer Krimi –
leider jedoch mit ein paar Schwächen.
Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.
Zum Autor
Günter Krieger ist 1965 in Langerwehe geboren und immer
noch dort wohnhaft. Er ist der Verfasser von zahlreichen historischen Romanen
und Krimis. „Teufelswerk“ ist Teil einer Trilogie um den Meroder Dorherrn
Mathäus Dreyling.
Allgemeine
Informationen
Seitenzahl: 263
Verlag: Dryas Verlag
Bestellen kannst du hier: http://www.dryas.de/merode.php
Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
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hübscher blog :)
ReplyDeletegegenseitiges followen?
xoxo, laura.
Sag mal.... Ich hab das nicht so ganz kapiert, wie funktioniert diese Seite, bloggdeinbuch? :D
ReplyDeleteUnd magst du mir zufällig auch folgen? ;)