Sunday, May 3, 2015

[Rezension] Fannys Patisserie: Original französische Rezepte




„Würde ich eine Geschichte erzählen, die zu diesem Kuchen passt, dann würde sie in einem Landhaus spielen. Ein Sturm zwingt uns ins Haus. Der Wind rüttelt an den Fenstern, Bäume blockieren die Straße, und nur Kerzen sorgen für etwas Licht. Natürlich ist da ein mit Holz beheizbarer Ofen. Wir würden Kuchen backen.“

„Fannys Patisserie“ ist ein Backbuch voller wunderschöner Bilder, leckerer Rezepte und ebenfalls Poesie. Passend zu den Rezepten erzählt uns Fanny Anekdoten aus ihrer Kindheit, aber auch so aus ihrem Leben. Dazwischen gibt es immer wieder ein paar Bilder, die nicht mit den gebackenen Kreationen zu tun haben – z.B. ein Bild vom Meer oder einer Katze – die aber trotzdem dazu passen.

Es macht wirklich Spaß, dieses Buch durchzulesen, immer wieder etwas Nettes zwischen den Seiten zu finden. Zu fühlen, dass für Fanny hinter jedem dieser Rezepte mehr steckt als nur ein paar Zutaten. 




"Klebriger  Toffee-Kuchen" (Buch)
Fanny Zanotti teilt ihre Kreationen schon seit mehreren Jahren auf dem Internet. Ich fand ihren Blog, als ich nach einem Rezept für Chocolate-Chip-Muffins suchte und habe ihn von seitdem verfolgt. Zurzeit schreibt sie auf dem Blog „comme un lait fraise“, der Stil ist dem des Buches sehr ähnlich. Wem der Blog gefällt, wird dieses Buch meiner Meinung nach auch sehr liebgewinnen.
Das Buch ist in verschiedenen Teile gegliedert, so finden sich z.B. Rezepte zum Thema „Sommerlich Süßes (für strahlende Tage und laute Nächte)“ oder als „Erste Hilfe bei Liebeskummer“. Die Zutaten und die Durchführung sind in einer sympathischen und trotzdem einfachen (und so gut zu folgenden) Art ausgeführt. Zu fast jedem Rezept gibt es schöne Bilder, die einem zum Nachmachen animieren. 
Von typisch französischen Gebäcken wie einer Kirschclafoutis bis zu ausgefalleneren Eiskreationen mit Chilli ist hier alles dabei.
Die Crème aus dem Buch
Gut sind auch kleine Backtipps, die zwischen den Rezepten verteilt sind. Diese sind zu wichtigen Methoden oder Zutaten, z.B. zum Unterheben oder Schokolade hacken. Ähnlich hilfreich ist auch der Anfang, bei dem benutze Zutaten und Zubehört noch genauer erklärt werden. Vor allem bei Büchern, die eine andere Originalsprache haben, ist es wichtig zu wissen, wovon ein Autor spricht, so z.B., ob er normalerweise gesalzene Butter benutzt.


Einen kleinen Kritikpunkt habe ich noch an der deutschen Ausgabe. Bei einem Rezept wird der Begriff „Beurre Noisette“ benutzt, in den Zutaten steht dazu lediglich, dass man „100 g Butter in Würfeln“ brauche. Erst beim Weiterlesen fiel mir auf, dass Beurre Noisette wohl nicht normale Butter sein kann. Hier wäre ein Hinweis darüber hilfreich.


Natürlich habe ich auch selbst schon ein Rezept ausprobiert und zwar die „Crème Brûlée nur für mich“. Das Rezept war leicht zu befolgen und das Resultat war sehr lecker. Leider ist meine Crème ein bisschen verbrannt, sodass ihr hier auch das schöne Bild aus dem Buch zu sehen bekommt.

Fazit: Wer schon immer mal etwas aus der französischen Patisserie ausprobieren wollte, ist hier genau richtig. Traumhafte Bilder und sehr lecker (und  trotzdem nicht zu schwierig) klingende Rezepte!

Einmal frisch aus dem Backofen ...

und einmal nach dem Flambieren, leider etwas Verbrannt
















Bewertung (5/5):
 

Vielen Dank für die Bereitstellung des elektronischen Rezensionexemplares!

2 comments:

  1. Ohh, klingt nach einem wirklich tollen Backbuch!
    Und der Blog ist ja auch wirklich genial!
    Danke für die Empfehlung, Lotti :)

    Liebe Grüße!

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    Replies
    1. Bitteschön, jaa, das war der erste Blog, dem ich überhaupt gefolgt bin, schon lange, bevor ich mir selbst einen Blog gemacht habe.

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