Sunday, July 5, 2015

[Rezension] Blood on Snow



And then you get the fuck out of there, come what may, with a couple of bullets in the side or whatever – you just have to get away, to the only thing that can save you. That’s how I saw it. Do what you have to, but don’t get too close.


Meine Meinung

Ich habe schon viel Gutes über Jo Nesbø, vor allem über seine “Harry-Hole”-Reihe gehört, selbst jedoch von ihm bis jetzt noch nichts gelesen.

Umso mehr habe ich mich also gefreut, als ich seinen neuen Thriller „Blood on Snow“ bekommen habe.

„Blood on Snow“ ist ein kurzer Thriller, der von dem Auftragsmörder Olav handelt. Trotz seines Jobs schließt man Olav schnell ins Herz, denn er hat Makel- wie jeder normale Mensch auch – und passt so als erstes gar nicht ins kühle, professionelle Auftragskiller-Klischee. Er kommt nicht gut mit Zahlen zurecht, hat eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und liest trotzdem viel. Außerdem hat er schon vorangegangene Auftrage von seinen Job als Zuhälter oder als Fahrer nach einem Banküberfall versemmelt – denn, das wird schon im ersten Kapitel klar, Olav macht seine Arbeit zwar sehr gut, aber hat gleichzeitig ein weiches Herz.

Der Auftrag, der schließlich alles durcheinander bringt, ist folgender: Olav soll die Ehefrau seines Chefs töten. An sich kein Problem für Olav, bis er die Frau und ihren heimlichen Geliebten sieht …

Mehr will ich bis hierhin nicht verraten, denn das Buch ist sehr kurz. Trotzdem passiert noch viel, die Geschichte ist wie eine rasante Fahrt durch Schüsse und Fluchten, aber auch Olavs Vergangenheit und die ein oder andere Geschichte, die er selbst gesponnen oder gelesen hat.

Obwohl ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen würde, ist es spannend. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und die Charaktere sind vielseitiger als auf den ersten Anschein hin. Durch seine Kürze lässt das Buch sich auch gut in einem Rutsch durchlesen. Hier liegt jedoch gleichzeitig auch die Schwäche des Buches. Manche Szenen gingen mir einfach zu schnell und bei manchen hätte ich gerne mehr Hintergrundwissen gehabt. Nicht so gut gefallen hat mit ehrlich gesagt auch das Design das Buches. Das Cover sieht super aus, aber die Schrift und die Zeilenabstände auf den Seiten sind sehr groß (vielleicht weil das Buch insgesamt schon sehr dünn ist?), was mir aber insgesamt mehr das Gefühl gab, ein Buch für Kinder zu lesen. Dies ist aber auch schon ein „Meckern auf hohem Niveau“.

Insgesamt hat mir dieser schnelle Trip mit Olav gefallen. Bewunderswert finde ich es auch, wie in „so wenigen“ Seiten (198) so viel über einen Charakter rüberkommen kann.



Fazit:

Nicht unbedingt ein Thriller – trotzdem eine spannende Geschichte über einen Auftragskiller mit besonderem Charakter



Bewertung (4/5):

 

Vielen Dank für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

http://www.bloggdeinbuch.de/


1 comment:

  1. Das Buch klingt ziemlich interessant!
    Und ja, den Film zur unendlichen Geschichte muss man auch nicht unbedingt gesehen haben... jetzt kann man sich den sowieso nicht mehr anschauen, weil er aus dem Jahr 1984 und so schlecht gemacht ist :'D Die haben ja die ganzen Fantasyfiguren für den Film extra gebaut :D

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