You must tell the world
You wish she’d never been born.
WHAT WOULD YOU DO?
Inhalt
Das Leben in der Familie O’ Keefe ist nach der Geburt von Willow alles andere als einfach. Die fünfjährige Willow leidet an der Krankheit Osteogenesis Imperfecta (OI), auch bekannt als die Glasknochenkrankheit. Schon bevor sie geboren wurde hatte sie sieben gebrochene Knochen. Fällt sie hin, trägt man sie falsch oder dreht sie sich im Schlaf um – sofort kann sie sich etwas brechen. Charlotte O‘ Keefe liebt ihre Tochter über alles, doch als ein Anwalt sie auf die Idee bringt, ihre Gynäkologin zu verklagen, um an Geld für die Pflege von Willow zu gelangen, stimmt sie zu. Jedoch heißt das, dass sie zugeben muss ihre langerwartete Tochter Willow abgetrieben zu haben, hätte ihre Gynäkologin, die gleichzeitig noch ihre beste Freundin ist, die Krankheit früh genug erkannt …
Meinung
Jodi Picoult ist für ihre Dilemmas, die sie in Bücher bringt, bekannt und auch diesmal hat sie es mehr geschafft, als mich zu fesseln. Die Charaktere waren super gewählt. Willow, die so gut wie eine Sechstklässlerin liest , die merkwürdige Fakten sammelt und dir zum Beispiel erzählen wird, dass ein Thunfisch erstickt, wenn er aufhört zu schwimmen oder dass „town“ das älteste Wort der englischen Sprache ist. Man versteht sofort, warum Charlotte und Sean ihr Kind so lieben. Doch man merkt auch, was für ein anspruchsvolles Kind Willow ist. Ihre Mutter muss immer bei ihr sein und aufpassen und ein kleiner Unfall geschieht einfach viel zu schnell. Alles dreht sich um Willow in der Familie, kein Wunder, dass sich die ältere Schwester Amelia benachteiligt fühlt. Auch wenn es vielleicht ein wenig klischeehaft ist, dass Amelia darum „rebellisch“ wird und sich dazu auch noch Anzeichen von Bulimie und Selbstverletzung zeigen, war sie eigentlich die Person, die ich am meisten verstehen konnte. Sean, der Vater, war mir auch sehr sympathisch, allerdings nimmt er meiner Meinung nach manchmal viel zu wenig Rücksicht auf seine Frau und seine Reaktion, als herauskommt, was Amelia sich antut, war mehr als nicht angebracht. Charlotte ist ein Charakter, von dem ich nicht ganz wusste, was ich von ihm halten sollte. Einerseits ist Charlotte immer für Willow da und will stets das Beste für sie, andererseits nimmt sie viel, wirklich sehr viel in Kauf, nur um an Geld für Willow zu gelangen, was ich nicht verstand. Diese Verbissenheit war nahezu übertrieben und unrealistisch. Nicht nur ihre Freundschaft mit Piper, der Gynäkologin, geht durch das Gerichtsverfahren in Bruch, auch ihre Beziehung zu ihrem Mann fängt an zu bröckeln. Und all das bekommt Willow natürlich mit. Manchmal schien die Familie so zerrissen, dass ich Charlotte anschreien wollte, sie solle dieses blöde Gerichtsverfahren endlich lassen.
Doch Jodi Picoult’s Schreibstil hat wieder mal mehr als überzeugt. Er ist bis zur letzten Seite fesselnd und wie in vielen von ihren Büchern berührend.
Wenn man ihre Bücher jedoch kennt, merkt man, dass „Handle with Care“ und viele ihrer anderen Bücher einem gleichem Schema folgen. Ein krankes Kind. Ein Gerichtsverfahren. Eine Schwester/ein Bruder, die/der sich benachteiligt fühlt und „rebellisch“ wird. Ein/e Anwalt/Anwältin, der/die erfolgreich, aber Single ist. Man sollte nie zu viele Picoult-Bücher hintereinander lesen!
Sehr gut gefallen haben mir die verschiedenen Sichten und die Rezepte (Charlotte war vor Willows Geburt Pâtissière), die im Buch verteilt sind und immer zu dem entsprechendem Teil passen.
Vom Ende war ich beim ersten Lesen nicht ganz überzeugt, beim zweiten Lesen ist mir aber etwas aufgefallen, was die ganze Handlung des Buches umdrehen könnte und mal wieder Picoults gut durchdachte Schreibweise zeigt!
Zur Autorin
Jodi Picoult wurde 1967 in Nesconsent auf Long Island, New York geboren. Sie studierte Kreatives Schreiben an der Princetown University und lebt jetzt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in New Hampshire. Ihre Romane wurden in 40 Ländern in 40 Sprachen übersetzt.
Allgemeines
Sprache: Englisch
Deutscher Titel: Zerbrechlich
Seitenanzahl: 551


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